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So machen Sie Ihre Orchidee zu einem blühenden Kunstwerk

Kurzer Exkurs zur richtigen Orchideenpflege

Eine Orchidee ist ursprünglich ein tropischer Exot, der im Halbschatten an Bäumen wächst, lange Luftwurzeln entwickelt, keinen Kontakt zur Erde hat und sich Feuchtigkeit über die Luft oder Regenwasser holt. Daraus ergeben sich folgende Todfeinde für unsere heimischen Zimmer-Orchideen:

  • Todfeind Nr. 1: Gewöhnliche Blumenerde
  • Todfeind Nr. 2: Staunässe
  • Todfeind Nr. 3: Zu viel Dünger
  • Todfeind Nr. 4: Pralle Sonne, Heizungs- und Zugluft
  • Todfeind Nr. 5: Kalkhaltiges, kaltes Leitungswasser

Klingt jetzt erstmal imposant, doch wenn man genau hinsieht, sind die Ansprüche von Orchideen gar nicht besonders hoch, sondern sogar besonders gering: Die Kunst besteht im Weglassen. Wenn Sie das beherzigen, werden Ihre Orchideen Sie lieben!

Psssst …. Geheimtipp: In unserem nächsten Blog-Artikel erklären wir Ihnen, wie Sie Ihre Orchideen ohne Unfälle selbst umtopfen können. Das ist gar nicht so schwer, wenn man einige Dinge beachtet!

Und so machen wir aus den Todfeinden unsere Lieblingsfreunde

Lieblingsfreund Nr. 1: Ausschließlich spezielles Orchideensubstrat verwenden. Dieses besteht aus qualitativ hochwertiger Baumrinde. Zugegeben wird oft noch Styropor, Blähton und Kork. Man kann sich sein Substrat selbst zusammen stellen oder es fertig kaufen. Wir empfehlen: Kaufen! Hier haben sich Fachleute schon Gedanken gemacht, und die Mischung ist frei von Ungeziefer und Keimen.

Lieblingsfreund Nr. 2: Statt die Orchidee zu gießen, taucht man sie besser alle 7 bis 14 Tage in zimmerwarmes Wasser ein. Am besten bei dieser Gelegenheit auch gleich den Dünger mit ins Tauchwasser geben, damit er gut in das Substrat eindringen kann. Danach die Orchidee gut abtropfen lassen, bevor sie zurück in ihren Übertopf kommt.

Lieblingsfreund Nr. 3: Apropos Dünger. Ausschließlich speziellen Orchideendünger verwenden und nur an sonnenschwachen Tagen und in der Wachstumsphase zufügen. Sollte frisches Orchideensubstrat verwendet worden sein, braucht man die ersten 10 Wochen gar nicht zu düngen. Merke: Weniger ist hier deutlich mehr!

Lieblingsfreund Nr. 4: Das Ost- oder Westfenster ist der beste Aufenthaltsort für Orchideen. Hell und warm soll es sein, aber nicht zu sonnig und vor allem nicht zu trocken (Vorsicht vor Heizungsluft) oder zugig.

Lieblingsfreund Nr. 5: Möglichst destilliertes oder gefiltertes Wasser verwenden. Oder noch besser: Sauberes Regenwasser. Und immer zimmerwarm. Wenn die Orchideen (nur die Blätter, nicht die Blüten!) zusätzlich einmal pro Woche großzügig eingesprüht werden, fühlen sie sich wie zu Hause im Regenwald.

Wir versprechen: Wenn Sie sich an diese wenigen Regeln halten, werden Sie lange Freude an Ihren Orchideen haben.

Sie möchten mehr über Orchideen erfahren? Unsere Fachabteilung berät Sie!
Frau Vogt
Zimmerpflanzen
8. Februar 2016
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