Exotische Blüten, die uns an Hawaii und die Südsee erinnern. Wir sehen uns mit einem kühlen Drink auf unserer Terrasse sitzen und im Gedanken in die kühlen Fluten eines Ozeans gleiten. Geht das auch in unseren Gefilden? Ja, und wie! Hibiskus – das inoffizielle Maskottchen aller Surfer dieses Planeten – gedeiht sogar ganz wunderbar, selbst in kalten Regionen. Es gibt allerdings etwas zu beachten: Nicht alle Sorten sind winterhart. Wir klären auf!

Rosen-Hibiskus mag keine Kälte

Es gibt Sorten vom Hibiskus, die nicht wintertauglich sind. Diese werden im Fachhandel als “Rosen-Hibiskus” oder “Rosen-Eibisch” (lateinischer Name Hibiscus rosa-sinensis) angeboten und müssen bei Temperaturen unter 10°C unbedingt reingeholt werden. Meistens kultiviert man sie sowieso als reine Zimmerpflanzen, so dass man hier gar nicht Gefahr läuft, die wunderschönen Pflanzen zu schädigen.

Strauch- oder Garten-Hibiskus verträgt Frost

Lesen Sie die Bezeichnungen “Garten-Hibiskus” oder “Strauch-Hibiskus” oder alternativ “Garten-Eibisch” oder “Strauch-Eibisch” (lateinischer Name Hibiscus syriacus), sind Sie auf der sicheren Seite.

Diese Hibiskus-Sorten (Blütenfarben: Weiß, violett, rosa, rot, mehrfarbig) wachsen als holziger Strauch und sind gut frostverträglich (bis zu -15°C). Allerdings erst, wenn Sie sich gut im Garten etabliert haben – also gewöhnlich nach drei bis vier Jahren. Jüngere Pflanzen schützen Sie am besten mit Mulch oder Tannenreisig.

Für Garten-Eibisch, der im Kübel gehalten wird, gilt das leider nicht. Denn im Blumentopf friert die Erde schnell durch. Daher muss hier eine Ummantelung aus Kokosmatten, Noppenfolie oder Gartenvlies her. Die Erde am besten auch abdecken. Und den ganzen Kübel hoch platzieren, so dass er auch von unten gegen die Kälte des Bodens geschützt ist. Eine wärmende Hauswand in der Nähe schützt zudem vor Witterungseinflüssen.

Das Nonplusultra in Sachen Kältetoleranz: Stauden-Hibiskus

Noch weniger Gedanken um die Kältetoleranz müssen Sie sich beim Stauden-Hibiskus oder Riesen-Hibiskus (lateinischer Name Hibiscus x moscheutos) machen.

Nicht nur glänzt diese eher krautige Neuzüchtung aus Nordamerika mit riesigen weißen, rosafarbenen oder roten Blüten (bis zu 30cm Durchmesser), die von Juli/August bis Oktober blühen, sondern die Pflanzen sind sogar bis -30°C kältetolerant (Zone 4). Ein Abdecken im Winter ist nicht nötig – es sei denn, es handelt sich um Jungpflanzen.

Der Stauden-Hibiskus erreicht eine Höhe von bis zu 2 Metern – abhängig von der Sorte. Und friert im Winter einfach zurück. Schneiden Sie das, was übrig bleibt, einfach ab. Er treibt im folgenden Jahr neu aus und wächst innerhalb kürzester Zeit wieder zur vollen Größe heran.

Nicht nur lieben Schmetterlinge, Hummeln und Bienen die tellergroßen Blüten, nein, sie schmecken auch noch hervorragend als Tee oder sogar als spektakulärer Salat. Wenn Ihnen das zu viel ist, dann dekorieren Sie einfach nur damit!

Übrigens: Falls Sie auf den Begriff “Sumpf-Hibiskus” stoßen sollten, dann ist damit eigentlich der Stauden-Hibiskus gemeint. Der Name trügt allerdings, denn es handelt sich dabei nicht um eine Sumpf- oder Teichpflanze. Zwar benötigt der Stauden-Hibiskus im Sommer sehr viel Wasser, aber im Winter sollte er nur sparsam gegossen werden.

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