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Kübelpflanzenerde – das macht sie so besonders

Kübelpflanzen – was versteht man eigentlich darunter?

Erst einmal ist es wichtig zu wissen, welche Pflanzen überhaupt mit Kübelpflanzen gemeint sind. Ganz einfach: Jede Pflanze, die sich in einem begrenztem Gefäß befindet, also nicht draußen im Garten im Beet ausgepflanzt ist, sondern in einem Behältnis auf dem Balkon oder der Terrasse steht, wird als Kübelpflanze bezeichnet.

Zimmerpflanzen haben übrigens wiederum andere Bedürfnisse – auch wenn sie ebenfalls im Kübel gehalten werden. Daher nehmen wir sie hier ausdrücklich aus. 

Ob die Kübelpflanze in einem Blumentopf, Bottich, Jutesack, Eimer, Hanging Basket, Balkonkasten oder Trog sitzt, spielt keine große Rolle. Der gemeinsame Nenner von Kübelpflanzen ist das geringe Erdvolumen und die Begrenzung nach Außen.

Allerdings meinen wir mit Kübelpflanzen eher die ausgiebig und üppig blühenden Blütenpflanzen wie Geranien, Petunien, Zinnien, Sonnenblumen und Mandevillen, die reichlich Nährstoffe benötigen, damit sie ihr Pensum abrufen können.  

Kübelpflanzenerde – das macht sie so besonders

Was Kübelpflanzen zum Leben brauchen

Da die künstliche Einengung durch ein Gefäß nicht den natürlichen Gegebenheiten entspricht, müssen alle Bedingungen so gut wie möglich auf die Pflanzen abgestimmt sein, damit sie nicht verkümmern. 

Dazu gehört ein optimaler Standort, das am besten geeignete Behältnis, eine gute Drainage und allgemein die richtige Pflege – aber eben auch die ideale Zusammensetzung des Substrats, also der Erde. Denn im Vergleich zu Freilandpflanzen sind Kübelpflanzen allerlei Gefahren und Einschränkungen ausgesetzt: 

  • Sie haben weniger Platz, um ihre Wurzeln zu entwickeln. 
  • Bei suboptimalen Behältern kann es zu Staunässe kommen.
  • Bei starkem Sonnenschein verdunstet schnell zu viel Wasser. 
  • Im Winter ist die Frostgefahr sehr groß.
  • Die Nährstoffe werden schneller aufgebraucht. 
  • Bei häufiger Düngung versalzt die Erde zunehmend. 
  • Krankheitskeime und Schädlinge können sich leicht ansiedeln. 

Viele dieser Probleme können mit einem guten Kübelpflanzen-Substrat aufgefangen werden. 

Kübelpflanzenerde ist eine Spezialerde

Im Gegensatz zu Blumenerde, Pflanzerde oder Universalerde für das Freiland ist Kübelpflanzenerde deutlich hochwertiger – und oftmals teurer:

  • Sie ist dauerhaft strukturstabil.
  • Sie verfügt über eine hohe Wasserspeicherkapazität.
  • Sie verfügt gleichzeitig über eine hohe Wasserdurchlässigkeit.
  • Sie ermöglicht eine gute Durchlüftung.
  • Sie verschlämmt nicht. 

Und im besten Fall ist sie auch noch ökologisch nachhaltig und enthält wenig oder keinen Torf – der Umwelt zuliebe. Hier sind also deutlich mehr Hochleistungs-Features gefragt, als gewöhnliche Gartenerde bieten kann. 

Apropos Gartenerde: Bitte verwenden Sie niemals, wirklich niemals, Erde aus ihrem Garten für Kübelpflanzen. Diese Erde ist absolut ungeeignet für die Topfhaltung. Sie ist viel zu kompakt, wird durchs Gießen schnell zu fest, enthält womöglich allerlei Ungeziefer und Unkräuter, und ist hat nicht die notwendige Nährstoffzusammenstellung, die das Optimum aus Ihren Kübelpflanzen herausholt. 

Aber woran erkennt man nun gute Kübelpflanzenerde? Wer schlau ist, verlässt sich nicht auf die Bezeichnungen auf der Packung – denn gern werden die Begriffe auch mal weniger trennscharf verwendet, besonders bei günstigen Produkten aus dem Supermarkt. Die „Zutatenliste“ gibt genauen Aufschluss darüber, ob die angebotene Erde für die anspruchsvolle Kübelhaltung geeignet ist. 

Profi-Tipp: Wenn Sie auf Nummer sicher gehen möchten, achten Sie auf das RAL-Gütezeichen. Dieses Siegel wird nur dann vergeben, wenn besonders strikte Qualitätskriterien erfüllt wurden, die immer wieder im Labor nachgeprüft werden.

Kübelpflanzenerde – das macht sie so besonders

Zusammensetzung von Kübelpflanzenerde

Kübelpflanzenerde kann aus verschiedensten Komponenten bestehen. Je hochwertiger diese Materialien sind und je ausgewogener das Mischverhältnis, desto besser geht es den Pflanzen. 

Woran Sie erkennen können, ob Sie es wirklich mit einer hochwertigen Kübelpflanzenerde zu tun haben? Dazu können Sie ganz einfach Ihre Sinne mit ins Boot holen: Schnuppern Sie mal daran! Der Geruch soll an frischen Waldboden erinnern. Säuerliches Rindenmulch-Odeur hingegen ist eher schlecht. Und dann greifen Sie mal zu! Wird das als Kübelpflanzenerde angepriesene Substrat zu einem festen Klumpen, der sich nicht wieder löst, wenn Sie die Erde zusammendrücken? Das ist nicht gut. Kübelpflanzenerde soll stets locker und leicht sein.

Weiteren Aufschluss über die Qualität von Kübelpflanzenerde gibt die Zusammensetzung. Und die steht hoffentlich lesbar auf dem Beutel. 

Der Grundbestandteil jeder Kübelpflanzenerde ist reifer, unkrautfreier Kompost oder Humus. Dieser wird aus Grünschnitt und den Abfällen aus Biotonnen gewonnen. Auch Torf kann als Basis verwendet werden, allerdings verzichtet man aus ökologischen Gründen immer häufiger darauf – oder reduziert ihn zumindest. Leider ist Torf nach wie vor ein fantastisches Material, Ersatzstoffe haben nicht die gleichen Top-Qualitäten. 

Wichtig ist außerdem, dass ein guter Depot-Dünger enthalten ist, der die Pflanzen Wochen bis manchmal sogar Monate mit einem ausgewogenen Nährstoff-Cocktail versorgt. Merken Sie sich unbedingt, wie lange der enthaltene Dünger vorhält. Denn danach muss mit Flüssigdünger oder einem festen Langzeitdünger weiter gearbeitet werden.

Ist die Kübelpflanzenerde auch für Zitrusfrüchte geeignet, wird noch eine Portion Eisen hinzugegeben.

Diverse Zuschlagstoffe geben der Kübelpflanzenerde die begehrten Eigenschaften wie Wasserdurchlässigkeit, Durchlüftung und Wasserspeicherfähigkeit. Dazu gehören in diversen Zusammensetzungen: Tongranulat, Sand, Kalk, Lavamulch, Bims, Blähton, Tonmehl, Kokos- oder Holzfasern, Xylit, Perlite, feiner Sand, grober Sand, Holzkohle, Gesteinsmehl, Split und einige mehr. Was genau in welcher Zusammensetzung verwendet wird, ist je nach Anbieter unterschiedlich. Hier lohnt es sich auf jeden Fall zu vergleichen. 

Wichtig für bestimmte Pflanzen ist der passende pH-Wert. So mögen Rhododendren, Azaleen, Heidelbeeren, Hortensien und Kamelien saure Erde, Oleander hingegen mögen es lieber kalkhaltig.

Ausnahme von der Kübelpflanzenregel: Kräuter

Auch wenn wir unsere Kräuter häufig im Topf heranziehen, tut man ihnen mit der sehr nährstoffreichen Kübelpflanzenerde nicht immer einen Gefallen. Gerade mediterrane Kräuter wie Rosmarin, Thymian und Oregano, die in ihrer Heimat magere Böden gewohnt sind, fangen mit zu viel Dünger zwar an zu explodieren, aber der Geschmack kommt dabei nicht hinterher.

Selbst unsere heimischen Kräuter wie Petersilie, Kerbel und Schnittlauch benötigen keine Nährstoffbomben. Für sie sind Anzuchterden oder Kräutererden mit wenig bis gar keinen Nährstoffen die bessere Wahl. 

Bleibt noch die Frage: Kann man Kübelpflanzenerde auch selbst herstellen?

Natürlich! Wer die notwendige Erfahrung besitzt, weiß genau, was den Pflanzen guttut und welche Zusatzstoffe in welchem Verhältnis die besten Ergebnisse erzielen. Preiswerter ist es zudem auch – wenn man davon absieht, dass man eine Vielzahl an Bestandteilen vorrätig haben muss, die dann eventuell nicht vollständig aufgebraucht werden. 

Für alle anderen, die sich nicht erst in die Kunst des Substratmischens einfuchsen wollen, bieten sich die fertigen Spezialerden aus dem Fachgeschäft an. Die Vorteile liegen auf der Hand: Man orientiert sich einfach an dem, was auf der Packung steht und weiß damit auf einen Blick, für welches Pflanze welche Spezialerde gedacht ist. Einfacher geht es nicht.

Im Pflanzencenter Wächter haben wir eine große Auswahl an Universal- aber auch Spezialerden wie Kübelpflanzenerde vorrätig. Fragen Sie gern unsere Spezialistinnen und Spezialisten nach dem optimalen Substrat für Ihre Lieblinge. 

Kübelpflanzenerde – das macht sie so besonders

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Lavendel

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