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Wissenswertes über die Garten- oder Freilandazalee

Wissenswertes über die Garten- oder Freilandazalee

Sie sind so schön, dass sie einem beinahe den Verstand rauben: Azaleen, die kleinen Schwestern des Rhododendron. Wobei – halt! So ganz richtig ist diese Aussage nicht. Botanisch betrachtet gehören Azaleen nämlich zur Gattung der Rhododendren, aber die Bezeichnung hat sich schon so verbreitet, dass wir es der Einfachheit auch dabei belassen wollen.

Einen Unterschied gibt es aber doch: Azaleen sind meist nur sommergrün – was sie sehr gut vor winterlichen Frösten schützt – und werden nicht so groß wie Rhododendren. Dafür kommen sie in noch prächtigeren Farben und vielen wunderschönen Varianten daher. Allerdings gibt es auch immer mehr immergrüne Azaleen.

Verwechseln sollte man sie nur nicht mit den Zimmerazaleen, denn die gehören ins Haus und sehen auch etwas anders aus. Gemeinhin sagt man, dass Zimmerazaleen aus Indien und Freiland- oder Gartenazaleen aus Japan kommen (daher auch die häufige Bezeichnung „Japanische Azaleen“).

Azaleen eignen sich sehr gut für die Unterpflanzung von lichten Bäumen. Allerdings sollten diese keine Starkwurzler sein, sonst halten die Azaleen den Nährstoffentzug nicht lange durch. Ihr bevorzugter Standort in Garten ist auf jeden Fall der luftige Halbschatten. Die Sonne sollte schon einmal am Tag vorbei kommen, pralle Sonnenbestrahlung ist aber nicht ihr Ding.

Wissenswertes über die Garten- oder Freilandazalee
Wissenswertes über die Garten- oder Freilandazalee
Wissenswertes über die Garten- oder Freilandazalee
Wissenswertes über die Garten- oder Freilandazalee

In Kombination mit den „großen Brüdern“ sehen Azaleen übrigens hervorragend aus. Die Kombination passt auch deswegen so gut, weil sowohl Azaleen als auch Rhododendren den gleichen Anspruch an den Boden stellen: Sauer muss er sein (ein pH-Wert zwischen 4 und 5 ist perfekt), kalkarm und nicht zu verdichtet.

Da Azaleen Flachwurzler sind, die ein sehr großes Netzwerk an feinen Wurzeln aber keine große Hauptwurzel entwickeln, ist besonders der obere Teil des Bodens ausschlaggebend für Ihr Gedeihen.

Und eine Besonderheit bringen manche Azaleen-Arten auch noch mit: Sie können duften! Solche Arten findet man dann unter dem botanischen Namen Rhododendron luteum-Hybride. Allerdings verlieren diese grundsätzlich im Winter ihr Blätterkleid. Die Blätter sind heller, weniger ledrig und können sich im Herbst verfärben.

Eine häufig gestellte Frage möchten wir dringend noch beantworten: Ja, leider sind Azaleen schwach giftig. Ihre Haustiere sollten Sie nach Möglichkeit nicht dran knabbern lassen.

Freiland-Azaleen: Das Wichtigste im Überblick
  • Wuchs: Kleine bis mittelhohe Sträucher, 50 bis 150cm Höhe
  • Blütezeit: Mai – Juli
  • Standort: Sonne (aber keine pralle Mittagssonne) bis Halbschatten
  • Gießen: Mäßig gießen, kein Leitungswasser verwenden, Staunässe vermeiden
  • Düngen: Mit organischem Dünger (z.B. Hornspäne, Kompost von Laub und Nadeln) von April bis September alle 4 Wochen; alternativ mit mineralischem Rhododendron-Dünger als „Initialdüngung“ im März, später dann mit organischem Dünger fortsetzen
  • Substrat: Sauer (pH-Wert 4-5), Rhododendron-Erde, locker und humos
  • Umsetzen: Problemlos, auch bei älteren Exemplaren
  • Schnitt: Nicht notwendig, mögen Azaleen auch nicht so sehr
  • Pflege: Nach der Blüte die Blütenstände rausdrehen, um Samenbildung zu vermeiden
16. Oktober 2016
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