An der Brandshütte 1 / 40699 Erkrath
02103 / 33 02 00
02103 / 25 97 20

Pflanzenschädlinge im Überblick

Leider gibt es davon unzählige. Alle haben sie gemein – so sagt ja auch schon ihr Name – dass sie unsere geliebten Pflanzen schädigen oder sogar ums Leben bringen. Wir zählen hier mal die vier auffälligsten Vertreter der Gattung Pflanzenzerstörer auf. Aber leider gibt es noch viele viele mehr …

Blattläuse

Die wohl prominentesten Schädlinge für die Flora sind die Blattläuse. Sind sie mal da, werden sie auch recht unmittelbar zur Plage. Sie können sich nämlich enorm vermehren, so dass man von einem regelrechten Befall sprechen kann. Passt man nicht auf, saugen sie den grünen Lieblingen gern schnell den Saft aus. Nützlinge (also Tierchen, die zur Bekämpfung der Schädlinge eingesetzt werden) können die Rettung sein: Florfliegenlarven oder Marienkäfer schätzen Blattläuse als ihre Leibspeise. Die Finger lassen sollte man von den oft empfohlenen Einsprühaktionen mit Seifenlauge, da so eine Lösung die Pflanze schädigen kann, besonders in Kombination mit Sonnenlicht. Zimmerpflanzen kann man abduschen oder anföhnen. Beides ist für Blattläuse unangenehm bis tödlich.

Pflanzenschädlinge im Überblick

Trauermücken

Wer kennt das nicht? Kaum kommt man in die Nähe einer Zimmerpflanze, fliegt ein ganzer Pulk schwarzer Minifliegen auf. Klarer Fall von Trauermücken-Befall. Leider sind die Biester nicht gerade harmlos, agieren sie doch gemeinerweise subterran und knuspern unbemerkt an den Wurzeln. Gelbsticker oder -tafeln sind eine einfache und hilfreiche Lösung. Ansonsten einfach mal umtopfen, denn oft werden Trauermücken mit minderwertigem Substrat verkauft. Und niemals für Zimmerpflanzen Erde aus dem eigenen Garten verwenden, denn damit holt man sich eine ganze Reihe verschiedener Schädlinge ins Haus.

Schnecken

Schleimig und nicht gerade appetitlich – so kennt man sie: die Nacktschnecken. In unseren Breiten kommen hauptsächlich zwei Arten vor: Die spanische Wegschnecke (ca. 7-15cm lang in verschiedenen Rot- und Brauntönen bis Schwarz) und die Gartenwegschnecke (ca. 2cm lang und grau bis schwarz). Gemein haben sie, dass sie sich gern an Blüten und Blättern laben. Und sogar unterirdisch vollbringen sie ihr vernichtendes Werk, indem sie Wurzeln und Rüben anknabbern. Je feuchter der Sommer, desto größer der Schneckenfraß. Da sie ihre Eier im Erdboden oder auch unter herumliegenden Gegenständen platzieren, ist die schlüpfende Überraschung leider oft groß. Neben der chemischen Keule in Form von Schneckenkorn kreisen so manch illustre Tipps unter Gärtnern: Aufgestellte Bierfallen, klein geschnittene Tomatenblätter. Einfach mal ausprobieren, was hilft.

Pflanzenschädlinge im Überblick

Spinnmilben

Leicht erkennbar ist ein Spinnmilbenbefall: Die Blätter werden plötzlich so weißlich oder sind gar mit feinen weißen Spinnfäden überzogen. Entgegen der bevorzugten Jagdsaison der Wegschnecken, die bei hoher Feuchtigkeit Hochbetrieb haben, mögen Spinnmilben trockene Wärme lieber. Deswegen werden besonders Freilandpflanzen, die in ihr Winterquartier kommen, von Spinnmilben attackiert. Als Gegenmaßnahme gibt es eine treffsichere biologische Lösung: Raubmilben. Wer meint, hier wird Gleiches mit Gleichem bekämpft, irrt. Denn Raubmilben sind Nützlinge und tun Gutes. Das Problem ist lediglich, dass Nützlinge niemals dazu in der Lage sind, alle Schädlinge zu elimineiren – es entsteht vielmehr ein biologisches Gleichgewicht. Was bei Blattläusen nicht das größte Problem darstellt, da diese im Gegensatz zu Spinnmilben eher harmlos sind. Bei Spinnmilben führen aber auch die verbliebenen Exemplare zum Tod der Pflanze. Daher ist hier die Anwendung eines Schädlingsbekämpfungsmittels am ehesten anzuraten.

Wir werden die Serie über Schädlinge in weiteren Blogbeiträgen fortsetzen …

Ähnliche Beiträge