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Tipps & Tricks: Das Geheimnis des englischen Rasens

Für viele ist und bleibt der klassische englische Rasen ein Traum. Doch was definiert ihn? Ein saftiges Grün, kräftige Grashalme, eine gut entwickelte Grasnarbe. Moos und anderes Geflecht gehören definitiv nicht dazu, kommen aber leider immer wieder – wenn man nicht etwas dagegen unternimmt.

Was sind die Voraussetzungen dafür, dass der englische Rasen kein Traum bleibt? Wir haben Ihnen hier einmal eine kleine Checkliste zusammen gestellt.

Leider muss man sagen, dass auch mit der besten Anleitung, bei schlechten Bedingungen wie Schatten, zu fester und/oder zu feuchter Boden der Traum auch schnell wieder ausgeträumt sein kann … Aber wir wollen nicht gleich die Flinte ins Korn werfen und schauen erstmal, was möglich ist:

Tipps & Tricks: Das Geheimnis des englischen Rasens
Tipps & Tricks: Das Geheimnis des englischen Rasens

Das richtige Milieu herstellen

Sollte Ihr Rasen sehr vermoost sein, prüfen Sie mal den pH-Wert des Bodens mittels eines pH-Bodentests (gibt’s bei uns im Pflanzencenter)! Wenn dieser unter 5 liegt, ist der Boden zu sauer und sollte gekalkt werden. Am besten für den Rasen geeignet ist ein milder Kalk auf Basis von Calcium. Dieser stabilisiert den pH-Wert des Bodens und wirkt schädlichen Bodensäuren und damit der Moosbildung vor. Er erhöht die Bodenaktivität und verbessert die Nährstoffverfügbarkeit. Aber Vorsicht, wenn Sie Moorbeetpflanzen (z.B. Rhododendren) haben: Die mögen’s nämlich sauer und würden ein Problem mit Kalk bekommen. Entdecken Sie übrigens viel Klee auf Ihrem Rasen, haben Sie das umgekehrte Problem, der Boden ist meist zu alkalisch.

Düngen

Gedüngt werden kann zwei Mal im Jahr, einmal im Frühjahr, einmal im Herbst. Es gibt dazu passenden Dünger jeweils zu diesen Jahreszeiten bei uns im Pflanzencenter zu kaufen. Vorsicht bei gleichzeitigem Kalken: Hier muss dringend ein zeitlicher Abstand eingehalten werden.

Fachkundiges Vertikutieren und/oder Aerifizieren

Im Frühjahr, noch bevor das Gras wieder zu wachsen beginnt, kann der Rasen vertikutiert werden. Dazu verwendet man ein spezielles Gerät, welches die Grasnarbe des Rasens leicht anritzt. Es dringt dabei nur leicht in den Boden. Zu häufiges und heftiges Vertikutieren kann mehr zerstören als helfen, denn wenn die feinen Wurzeln der Gräser zu sehr durchtrennt ist, gefällt das dem Rasen nicht.

Viele Gartenbesitzer schwören statt auf das Vertikutieren lieber auf das Aerifizieren, also das Belüften des Rasens. Hierbei werden einfach oberflächennahe Verdichtungen sowie Moos und Gundermann entfernt. Dadurch bekommt der Rasen wieder Luft und kann Wasser und Nährstoffe besser aufnehmen.

Richtiges Mähen

Rasenmähen ist nicht jedermanns Sache und so kommt es vor, dass diese lästige Pflicht gern auch mal ausgelassen wird. Beim nächsten Mal meint man es dann besonders gut und schneidet den Rasen, so kurz es geht. Vorsicht: Akute Verbrennungsgefahr, besonders im Sommer! Lieber öfter mähen, dafür nicht so kurz – und gleich mit dem Schnittgut mulchen. Dann hat der Rasen gleich einen kostenlosen Dünger.

Angemessenes Bewässern

Niemals bei praller Sonne, denn auch hier herrscht Verbrennungsgefahr. Das Wasser wirkt wie ein Vergrößerungsglas und braune Stellen sind vorprogrammiert.

Tipps & Tricks: Das Geheimnis des englischen Rasens

Ein schöner Rasen ist also das Ergebnis von viel Pflege und Beobachtung kombiniert mit den richtigen Boden- und Standortbedingungen. Nicht aus jeder Grasfläche lässt sich ein englischer Rasen zaubern, aber mit etwas Mühe und Liebe, können Sie immerhin das Beste aus Ihrem Rasen herausholen!

Tipps & Tricks: Das Geheimnis des englischen Rasens

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